Blended Learning einführen - so geht's!

To Blend“ bedeutet übersetzt Mischen. Bei Blended Learning werden dabei Präsenzformate wie Seminare, Workshops mit digitalen Formaten gemischt. Dabei ist die Kunst, dass beides – Präsenz- und digitales Lernen – so abgestimmt werden, dass die Vorteile der einen Lernform die Nachteile der anderen im besten Fall kompensieren. So hat E-Learning den großen Vorteil, dass die Teilnehmer jederzeit und unabhängig vom Ort lernen können. Allerdings ist der Nachteil, dass z. B. das praktische Üben (z. B. das Erstellen eines Werkstücks an einer Drehmaschine, das Verkabeln einer Maschine) am besten in Präsenz erfolgt. 

Was sollten Sie bei der Einführung von Blended Learning beachten?

Simon Sinek beschreibt es mit seinem Golden Circle sehr prägnant: Start with Why! Machen Sie sich zu Beginn klar, warum Sie Blended Learning einführen wollen und was aus Unternehmens- und Ausbildungssicht das Warum ist. Mögliche Antworten darauf können sein:

Und sicher können Sie selbst auch noch viele weitere Warums hier ergänzen. Sie sehen: Die Frage der Ziele kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist ein ganz wichtiger Schritt für die erfolgreiche Einführung.

Welche Rahmenbedingen sollten Sie klären?

Organisatorische Faktoren

Für die erfolgreiche Einführung sollten Sie frühzeitig auch die Rahmenbedingungen klären. Grob gesprochen können Sie diese in zwei Bereiche aufteilen: Organisatorische und Sachliche.

Sachliche Faktoren

Welche Kompetenzen bei den Ausbilder*innen sollten erweitert werden?

Blended Learning erfolgreich einführen bedeutet auch, dass Ausbilder*innen über erweiterte didaktische Kompetenzen verfügen, um auf der einen Seite die Eigenständigkeit der Azubis zu fördern (Selbstlernkompetenz, veränderte Rolle der Ausbilder*innen als Lernbegleiter) und auf der anderen Seite die eigene Didaktik um das Digitale zu erweitern. 

Konkret: Das reine Bereitstellen digitaler Lerninhalten für Azubis wird nicht automatisch zu einer nachhaltigen dauerhaften Nutzung führen. Vielmehr ist es notwendig, dass diese Inhalte konkret in ein didaktisches Setting eingebunden werden und auch bei den Azubis das Gefühl der Verbindlichkeit vermittelt wird. Ein beliebtes Didaktisches Modell ist z.B. das des Flipped Classroom: Dabei lernen Azubis Fachinhalte über interaktive Präsentationen, Videos und Test. Das konkrete Anwenden und das Herstellen des Kontextes für das Unternehmen erfolgt dann in der anschließenden Präsenzphase. Damit diese erfolgreich stattfinden kann, müssen alle Azubis die Fachinhalte vorher durchgearbeitet und verstanden haben. Ansonsten bleibt den Ausbilder*innen zu wenig Zeit für das konkrete Üben.  

eCademy unterstützt hier Ausbilder*innen mit einer Vielzahl von Unterstützungsangeboten – von Webinaren über Didaktische Tipps & Tricks bis hin zu Workshops.

Welche Kompetenzen bei den Azubis sollten erweitert werden?

Mit dem Vorteil des E-Learning, unabhängig von Ort und Zeit lernen zu können, geht auch eine notwendige Kompetenz des Lernens zu lernen einher. Hier sollten Sie einschätzen, wie weit Ihre Azubis schon sind hinsichtlich Selbstlernkompetenz, persönlichen Zeitmanagement und Lernmotivation.       

Aus Azubi-Sicht sind wichtige Fragen:

 

Um Sie und Ihre Azubis auch bei diesen Themen zu unterstützen, stellen wir in unserer eCademy App Lerntipps und Lernplanungshilfen zur Verfügung. Sie und Ihre Azubis können diese Inhalte sehen, sobald Sie in unserer digitalen Lernlösung eingeloggt sind. 

eCademy direkt selber testen

Die digitale Lernlösung von Cornelsen eCademy können Sie 4 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen. Jetzt mit digitalem Lernen starten: