Gleisbauer Ausbildung digital begleiten

Übungen und Tests in der Gleisbauer Ausbildung mit eCademy
KI-Coach für die Gleisbauer Ausbildung in eCademy
Dashboard mit Lernfortschritten in der Gleisbauer Ausbildung
Gamification in der Gleisbauer Ausbildung mit eCademy
Mobiles Lernen in der Gleisbauer Ausbildung mit eCademy

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Was macht ein Gleisbauer?

Gleisbauer bauen, erneuern und unterhalten Schienenwege. Sie stellen das Schotterbett her und verlegen Schwellen und Schienen. Sie montieren Weichen und Bahnübergänge und führen gleistypische Vermessungen durch. Außerdem halten sie Gleisanlagen instand, etwa durch das Beseitigen von Gleislagefehlern oder den Austausch von Schienen und Schotter. Eingesetzt werden sie im Eisenbahnnetz sowie bei S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Hafen- und Industriebahnen.

Wie lange dauert die Gleisbauer Ausbildung?

Die Gleisbauer Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf 30 oder 24 Monate möglich. Nach zwei Jahren kann der Abschluss Tiefbaufacharbeiter im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten erworben werden. Die Ausbildung lässt sich danach im dritten Jahr zum Gleisbauer fortsetzen.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Gleisbauer Ausbildung?

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wichtig sind körperliche Eignung, handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und Teamfähigkeit. Dazu die Bereitschaft zu wechselnden Einsatzorten sowie zu Nacht- und Wochenendarbeit. Gute Noten in Mathematik und Physik sind von Vorteil.

Was verdient man in der Gleisbauer Ausbildung?

Für Betriebe des Bauhauptgewerbes gelten allgemeinverbindliche tarifliche Ausbildungsvergütungen. Seit dem 1. April 2026 sind sie bundesweit einheitlich. Sie betragen 1.122 Euro brutto im ersten, 1.351 Euro im zweiten und 1.610 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Beim Besuch einer Landes- oder Bundesfachklasse kommen 60 Euro pro Monat dazu. Damit gehört Gleisbauer zu den am besten bezahlten Ausbildungsberufen in Deutschland. Bahninfrastrukturunternehmen und kommunale Verkehrsbetriebe zahlen nach eigenen Tarifverträgen, hier können die Beträge abweichen.

Was verdient ein Gleisbauer nach der Ausbildung?

Nach dem Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes liegt der Gesamtstundenlohn seit dem 1. April 2026 bei 23,97 Euro in Lohngruppe 3 als Spezialfacharbeiter. In Lohngruppe 4 als Facharbeiter oder Vorarbeiter sind es 26,05 Euro, jeweils inklusive Bauzuschlag. Bei rund 170 Monatsstunden entspricht Lohngruppe 4 etwa 4.400 Euro brutto im Monat. Dazu kommen Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Auslöse, Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Was hat sich mit der neuen Ausbildungsordnung 2026 geändert?

Zum 1. August 2026 wurden 19 Ausbildungsberufe der Bauwirtschaft neu geordnet, darunter der Gleisbauer. Rechtsgrundlage ist die Tiefbauberufeausbildungsverordnung. Die alte Verordnung von 1999 ist außer Kraft getreten. Die Zwischenprüfung entfällt und wird durch die Gestreckte Abschlussprüfung ersetzt. Die Stufenausbildung wird durch das Anrechnungsmodell ersetzt. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind über die gesamte Ausbildungszeit verankert. Für Altverträge gilt eine Übergangsregelung bis zum 31. Juli 2030.

Wie läuft die Abschlussprüfung beim Gleisbauer ab?

Die Gleisbauer Ausbildung endet mit der Gestreckten Abschlussprüfung vor der IHK. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr und zählt 40 Prozent zur Endnote. Geprüft wird im Bereich Herstellen von Baukörpern und Durchführen von Tiefbauarbeiten, mit einer siebenstündigen Arbeitsaufgabe an einem Gleis und 120 Minuten schriftlich. Teil 2 am Ende der Ausbildung umfasst vier Prüfungsbereiche: Durchführen von Instandsetzungen an Oberbauanlagen mit 30 Prozent, Bauen und Instandhalten von Gleisen mit 10 Prozent, Bauen und Instandhalten von Weichen mit 10 Prozent sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Gleisbauer und Tiefbaufacharbeiter?

Tiefbaufacharbeiter im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten ist eine zweijährige Ausbildung, Gleisbauer eine dreijährige. Die ersten beiden Ausbildungsjahre sind identisch. Wer die Prüfung zum Tiefbaufacharbeiter besteht, kann im dritten Jahr zum Gleisbauer weitermachen. Er ist dann von Teil 1 der Abschlussprüfung befreit und bekommt 24 Monate angerechnet. Das dritte Jahr vermittelt die berufsspezifischen Inhalte: Herstellen von Bahnübergängen, Einbauen und Montieren sowie Instandhalten von Gleisen und Weichen.

Welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung sind Qualifizierungen zum Weichenmechaniker oder zur Fachkraft Oberbau möglich. Ebenso der Aufstieg über Vorarbeiter und Werkpolier zum Geprüften Polier im Tiefbau oder zum Industriemeister der Fachrichtung Gleisbau. Auch die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Bautechnik oder ein Studium im Bauingenieurwesen sind gängige Wege.

Wie unterstützt eCademy Unternehmen bei der Gleisbauer Ausbildung?

eCademy ist die digitale Lernplattform für die Gleisbauer Ausbildung. Vier Lernpfade mit über 100 Modulen schaffen das Fundament für den Start in die Ausbildung. Dazu kommen KI-Coach, Gamification, Übungen und Tests sowie Live-Dashboards. Ausbilder sehen den Lernfortschritt in Echtzeit. Das gilt auch dann, wenn Azubis auf Baustellen im ganzen Land, in Blockwochen oder in der überbetrieblichen Ausbildung sind. Azubis lernen flexibel auf allen Endgeräten in Einheiten von maximal 15 Minuten.