Whitepaper:                          Digitalisierung der Arbeit

Die Arbeitswelt wird ständig von mehreren Faktoren beeinflusst. Vor allem Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, Konnektivität und Globalisierung stellen sowohl Unternehmen als auch Ausbilder und Mitarbeiter vor große Herausforderungen.

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Dr. Michael Steinhöfel
Geschäftsführer und Projektleiter beim Institut für Betriebliche Bildungsforschung Berlin

Die Aus- und Weiterbildungen von neuen Fachkräften müssen sich im Zuge der Digitalisierung anpassen. In der heutigen, schnelllebigen Zeit wandelt sich die Ausbildung von einer reinen Wissensvermittlung zu einem flexiblen, problemorientierten Lernen. Es sollen dabei digitale Medien in das Lehren und Lernen eingebunden werden, um die Fachkräfte schon in der Ausbildung mit deren Umgang vertraut zu machen. Das vermittelte Wissen soll von den Lernenden möglichst schnell in spätere Arbeitsprozesse integriert werden. Der Transfer von reinem Lehrbuchwissen auf später im Arbeitsalltag anwendbare Tätigkeiten soll verbessert werden.
Die Schwerpunkte innerhalb der Ausbildung verschieben sich also. Dieser Prozess muss auch durch die Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildungen unterstützt werden. Deshalb wird derzeit daran gearbeitet die Rahmenpläne zu überarbeiten, indem beispielsweise neue Berufsbildposition integriert und alte überarbeitet werden.

Doch nicht nur die Aus-, sondern auch die Weiterbildung befindet sich im Wandel, da die Innovationszyklen so kurz sind, dass auch Fachkräfte, die ihre Ausbildung bereits hinter sich haben, neue Kompetenzen und Fertigkeiten benötigen. Hier braucht es also ein Weiterbildungsangebot, das es den Fachkräften ermöglicht, sich entsprechend ihrer individuellen Anforderungen weiterzubilden.
Im Zuge dieser Veränderungen wandelt sich auch die Rolle der Ausbilder/innen. Sie sind nicht mehr länger reine „Wissensvermittler“, sondern viel mehr Begleiter der Lernenden. Daher müssen sie sich ebenfalls anpassen. Auch bei ihnen stehen neue Kompetenzen im Vordergrund. So ist eine „digitale Medienkompetenz“ absolut unverzichtbar. Des Weiteren müssen die Lehrenden wissen, wie sie digitale Medien sinnvoll in den Lernalltag integrieren und Inhalte didaktisch sinnvoll aufbereiten können.
Darüber hinaus hat die Digitalisierung des Lernens auch Auswirkungen auf den Lernenden. Digitale Medien sind nicht allgemein als Vorteil zu sehen. Auch der Lernende muss Voraussetzungen erfüllen, um aus ihrem Einsatz für sich einen Vorteil zu ziehen. Lernende stehen vor der Herausforderung, dass sie durch den Einsatz digitaler Medien selbständiger und unabhängiger lernen. Sie können Umfang, Zeitpunkt und Tempo des Lernens weitgehend selbst steuern. Hieraus ergeben sich große Anforderungen an die eigenen Eigenschaften:

  • Disziplin
  • Eigenverantwortung
  • Selbstkontrolle

Der Nutzen der digitalen Medien in Aus- und Weiterbildungen hängt stark von den Kompetenzen der Lehrenden und Lernenden ab. Außerdem können digitale Medien das Lernen und Unterrichten zwar vereinfachen und unterstützen, stellen aber keineswegs einen Ersatz für das traditionelle Lernen dar. Die Lernenden erzielen durch den Kontakt mit Menschen, realen Herausforderungen und Problemen immer noch den größten Lernfortschritt. Die dabei entstehenden Lösungsstrategien und Emotionen können digitale Medien nicht ersetzen.
Mehr Informationen dazu enthält unser Whitepaper.