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Der spontane Sprung auf eine digitale Lernplattform – Schaeffler über den Start mit eCademy

Paul Seren, Leiter Ausbildung Deutschland bei Schaeffler, und Martin Burkhardt, Leiter Aus- und Weiterbildung am Standort Lahr, sprechen mit Melanie Stöcker, Sales Managerin bei Cornelsen eCademy, über die Mehrwerte des digitalen Lernens mit eCademy und wie eine erfolgreiche Einführung aussehen kann.

Schaeffler nutzt den Standard-Content von eCademy für alle angebotenen Ausbildungsberufe.

Herr Burkhardt, ich erinnere mich noch sehr genau an unser erstes Telefonat Ende März. Beschreiben Sie doch mal, was Sie dazu bewegt hat, eine digitale Lernlösung bei sich am Standort Lahr einzuführen.

Burkhardt: In dieser Zeit mussten wir aufgrund von Corona unsere Azubis abwechselnd in zwei Gruppen sechs Wochen ins Homeoffice schicken. Somit waren wir gezwungen, eine Alternative für bisherige Unterrichtsformen zu suchen, da auch die Berufsschulen in dieser Zeit geschlossen waren.

Martin Burkhardt, Leiter Aus- und Weiterbildung Standort Lahr (Quelle: Schaeffler)

Das Erstellen, Ausdrucken und Versenden von Aufgaben hielten wir für zu arbeitsintensiv und umständlich. Da unsere Azubis technikaffin und digitalen Medien gegenüber aufgeschlossen sind, war uns schnell klar, dass wir eine digitale Lernlösung brauchen. Diese sollte schnell, effizient, einfach zu bedienen, umfangreich und verständlich sowie auch nach Corona weiterhin einsetzbar sein.

Herr Seren, in einer meiner ersten Gesprächsnotizen mit Ihnen habe ich mir folgenden Satz festgehalten: "Der Sprung auf eine digitale Lernplattform ist sehr spontan gekommen, aber nach dem ersten Test möchte ich eCademy allen Standorten empfehlen." Erläutern Sie uns doch ein bisschen genauer, wie der Sprung in die digitale Ausbildung mit eCademy dann unternehmensweit voranging.

Seren: Bedingt durch die mit Corona eingeschränkte Vor-Ort-Ausbildung mussten wir innerhalb kurzer Zeit Lösungen finden, welche die Vermittlung von Ausbildungsinhalten unterstützen kann. Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, dass Auszubildende unterschiedlichster Ausbildungsberufe von zu Hause aus ohne internen Netzzugang auf Lerninhalte zugreifen sollten. Ausbildungsinhalte als E-Learning hatten wir bisher eher in einem geringen Umfang an unseren Standorten im Einsatz, ein externer Zugang war nicht möglich. Der Standort Lahr war mit der Aufgabe betraut, aus den unterschiedlichen Angeboten in kurzer Zeit eine Auswahl zu treffen und zu erproben. Die Ausbilder an diesem Standort hatten hierbei einen solch positiven Eindruck der eCademy-Inhalte und haben auch mich für eine standortübergreifende Nutzung überzeugt.

Gab es Herausforderungen bei der Implementierung und/oder Einführung von eCademy (z.B. Datenschutz, Akzeptanz, Betriebsrat etc.) und wie sind Sie diesen begegnet?

Seren:  Natürlich gab es diese standardmäßigen Herausforderungen. Mein Eindruck war jedoch, dass die besonderen Randbedingungen und die Handlungsnotwendigkeit hier schnelle und unbürokratische Abstimmungen deutlich erleichtert haben. Hinzu kam aber auch die sehr gute flexible Unterstützung seitens Cornelsen in diesem Prozess!

Paul Seren, Leiter Ausbildung Deutschland (Quelle: Schaeffler)

Seit Ende März/Anfang April arbeiten alle Ausbilder*innen sowie Auszubildenden mit eCademy. Wie profitieren Sie als Unternehmen von den Mehrwerten Blended Learnings mit eCademy?

Seren: Hier gibt es zwei Dinge zu erwähnen:

  1. Wir hätten ohne diese reibungsfreie Zusammenarbeit und die verfügbaren Inhalte die Ausbildung nicht in der Form aufrechterhalten können, wie wir es dann letzten Endes geschafft haben.
  2. Es hat allen Beteiligten gezeigt, dass digitales Lernen unabhängig von „Home-Schooling“ sehr gut verstärkt in die Ausbildungsplanung eingebracht werden kann – und auch in der Zukunft sollte! Gerade von den Auszubildenden wurden diese Möglichkeiten gerne angenommen.

Ihre Ausbilder*innen zeigten sich von Beginn an sehr engagiert. Wie wurde das Ausbildungspersonal intern im Vorfeld auf die Nutzung von eCademy vorbereitet?

Seren: Wir haben vor knapp fünf Jahren einen Fortbildungsprozess für unsere hauptamtlichen Ausbilder*innen im Rahmen unserer Aktivitäten für die „Ausbildung der Zukunft“ bei Schaeffler gestartet. Wesentliche Elemente dieser mehrtägigen über mehrere Wochen gestaffelten Schulung waren neben den Themen Veränderungsmanagement, Generation Y/Z, Industrie 4.0/Digitalisierung und moderne Schulungsmethoden, eben auch die Nutzung digitaler Medien.
„Just in Time“ zu Beginn von Corona haben alle Ausbilder diese Schulung abgeschlossen und an den jeweiligen Standorten auch schon die erlernten Ansätze in neue Ausbildungskonzepte umgesetzt. Die Veränderungsbereitschaft und die Neugier auf Neues war also bei unseren Ausbilder*innen deutlich ausgeprägt.

Darüber hinaus hat uns eCademy bei der Vorbereitung eng begleitet und uns auch durch Webinare gezielt bei den ersten Schritten unterstützt.

Für welche Berufe nutzt Schaeffler das digitale Angebot von eCademy?

Seren: Wir nutzen eCademy für alle angebotenen Berufe, wie beispielsweise: Industriemechaniker/in, Industriekaufmann/-frau, Werkzeugmechaniker, Elektroniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Mechatroniker/in, Fachkraft für Lagerlogistik sowie alle Grundbildungen.

Herr Burkhardt, Ihre Ausbilder*innen nutzen die Lernlisten intensiv. Inwieweit hilft Ihnen diese Funktion bei der Ausbildung der Auszubildenden?

Burkhardt: Es war für uns eine Chance, unsere Ausbilder im Theorieunterricht zu entlasten und sie für das E -Learning zu begeistern. Das ist uns gelungen. Auch können nun die Auszubildenden zu Hause Aufgaben wiederholen und somit Lerndefizite ausgleichen. Das ermöglicht ihnen eine sehr gute Vorbereitung auf ihre bevorstehenden Abschlussprüfungen. Auch bekommen die Ausbilder sehr schnell einen Überblick, wo und bei wem es noch Nachholbedarf gibt, um ein optimales Prüfungsergebnis zu erreichen – ohne aufwendiges Korrigieren.

Herr Burkhardt, Sie erzählten mir, dass die Auszubildenden im ersten Lehrjahr eigene 3D-Drucker herstellen. Inwieweit kann die eCademy App an dieser Stelle unterstützen?

Burkhardt: Dieses Thema wird ja auch in der digitalen Lernlösung von eCademy behandelt und ist somit eine gute Ergänzung für unsere Praxis, z.B. welche verschiedene Druckverfahren gibt es, mit was für Material kann gedruckt werden usw. In den Schulbüchern der Berufsschule wird dieses Thema nur gestreift.

Und nun noch zu den wichtigsten Usern – Ihre Auszubildenden: Welche Rückmeldungen zum digitalen Lernen erhalten Sie von Ihren Azubis?

Burkhardt: Ich habe bisher fast nur positives Feedback unserer Azubis bekommen: Das Lernen macht mehr Spaß, die Animationen sind super, die Aufgaben werden gut erklärt und sind logisch aufgebaut. Zudem können sie sich die Zeit für die Bearbeitung von Aufgaben selbst einteilen, können Aufgaben wiederholen und sie müssen, auf das Ergebnis nicht lange warten.

Konnten Sie Veränderungen bezüglich der Lernmotivation oder ähnlichem bei Ihren Auszubildenden feststellen?

Burkhardt:  Was ich bis heute sagen kann ist, dass unsere Azubis diese Art der Aufgaben gerne bearbeiten und mit vollem Elan dabei sind. Sehr viele Aufgaben wurden freiwillig bearbeitet, ohne Lernliste. Natürlich mussten auch die Azubis erstmal lernen, digital zu lernen, was ihnen aber nach einer kurzen Einlernphase leicht gefallen ist.

DANKE an Herrn Seren, Herrn Burkhardt und Schaeffler für das tolle Interview!

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Melanie Stöcker studierte Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen mit den Fächern Deutsch und Spanisch und war nach dem zweiten Staatsexamen mehrere Jahre als Lehrkraft aktiv. 2019 wechselte sie aus Überzeugung vom Lehrerberuf in die digitale Bildung und stieg bei Cornelsen eCademy ein. Jetzt begeistert sie Unternehmen als Sales Managerin für unsere digitale Lernlösung und begleitet deren erfolgreiche Implementierung.